Mitte Februar verbrachte ich mit C drei Tage in Berlin und möchte euch heute einen kleinen Einblick in unsere Reise geben: wo wir übernachtet haben, welche Sehenswürdigkeiten wir besucht haben, was wir empfehlen können und was mensch in Berlin unternehmen kann.

BERLIN
Vor einigen Jahren war ich schon einmal in Berlin, aber manche Städte kann man nicht oft genug besuchen und Berlin ist – für mich – eine davon. Berlin ist hip, Berlin ist abgefuckt, Berlin ist ein riesiges Denkmal, Berlin ist Neubau und Plattenbau, Berlin ist Überreizung. Berlin ist trashig und abgehoben, sauber und dirty, voller Graffiti und blanker Wände, Berlin ist gesund und hat mehr Döner-Läden als Istanbul, Berlin ist grün und grau zugleich. Berlin ist eine Stadt der Superlative und vereint Gegensätze. In den drei Tagen konnten wir die Stadt selbstverständlich nicht vollständig erkunden, und ob das überhaupt möglich ist, sei dahingestellt 😉

where to stay: C hat ein tolles Flug-Übernachtungsangebot für uns beide gefunden, bei dem wir unsere drei Nächte im TYRP Berlin Mitte Hotel verbrachten. Die Zimmer haben ein hübsches urbanes und modernes Design, das Hotel hat eine perfekte Lage und ist nur zwei Gehminuten von der Ubahnstation Naturkundemuseum entfernt. Das Personal ist freundlich und hilfsbereit. Bei uns hat alles gepasst, nur hatten wir eben zwei zusammengeschobene Einzelbetten, anstatt eines Doppelbettes.
Kostenpunkt über die Homepage: ab 57€ pro Übernachtung

what to do: C war zum ersten Mal in Berlin, deswegen – und auch weil ich wieder Lust darauf hatte – haben wir die „Klassiker“ unter den Sehenswürdigkeiten besucht: Brandenburger Tor, Denkmal der ermordeten Juden/Jüdinnen (falls ihr mal vorhabt dieses zu besuchen, davor in welcher Weise auch immer posiert und ein Bild davon macht, schaut vielleicht hier mal vorbei), Reichstag (für Kuppelbesichtigungen muss man sich voranmelden), Schloss Bellevue, Museumsinsel, Berliner Dom, KaDeWe (das Einkaufshaus erstreckt sich auf sieben Stockwerken, besonders interessant war für mich der Home-Decor-Stock), Gendarmenmarkt (auf dem sich das Konzerthaus, der Deutsche Dom und der Französische Dom befindet), Alexanderplatz, Potsdamer Platz und die East Side Gallery

Außerdem besuchten wir noch – auf meinem Wunsch – den Botanischen Garten in Berlin, der sich auf etwa 40 Hektar erstreckt. Unser Rundgang beschränkte sich aber auf die Innenräume, sprich die Gewächshäuser, in denen sich für uns wunderbar grüne Oasen eröffneten. Der Tageseintritt kostet zwischen 3-6 € (dabei ist auch der Besuch ins Botanische Museum möglich, das wir aber nicht besichtigt haben). Auf dem Wunsch von C verbrachten wir an einem Tag einige Stunden im Spionagemuseum beim Potsdamer Platz. Dort wird eine Zeitreise in die Welt der Schatten gezeigt und die verrücktesten Methoden und Hilfsmittel der Agent/innen und Geheimdienste teils interaktiv aufbereitet. Während im Botanischen Garten vermehrt ältere Menschen unterwegs waren, trafen wir im einzigen deutschen Spionagemuseum vor allem Kinder an, kein Wunder, dort kann mensch auch Kindergeburtstage buchen 😉

where to eat: Ich habe vor ein Food-Diary von Berlin zu schneiden (mal schauen wie es wird) und deswegen habe ich auch nicht allzu viele Bilder von den Lokalen und dem dort gegessenen Speisen gemacht. Dennoch möchte ich euch hier alle Lokale aufzählen, die wir besucht haben.

– Frühstück

Wir besuchten das Cafe Balzac (Berlin Mitte), das nach dem Schriftsteller Honoré de Balzac benannt wurde und der für seine Kaffee-Abhängigkeit (etwa 50 Tassen an einem Arbeitstag) bekannt war. Mittlerweile hat dieses Café über 40 Standorte in vielen Städten Deutschlands. Der Kaffee ist gut und preiswert, auch das Essen (Franzbrötchen, Avocado-Wrap und Croissant) überzeugte uns. Daluma (Berlin Mitte) würde ich nicht weiterempfehlen: stark abgehobene kahle Hipstertum-Welt, in der ich mich gar nicht wohlgefühlt habe. Der Kaffee war super gut, die Acai-Bowl hat mir nicht geschmeckt und satt wurde ich auch nicht. Danach haben wir noch eine Kleinigkeit vom Bäcker geholt. Das Karaca (Berlin Mitte) bietet sehr klassische Frühstücksangebote und nicht viel außergewöhnliches, aber ich auf jeden Fall mehr als satt geworden.

– Mittag- und Abendessen

An unserem ersten Abend speisten wir gute Pizzen (ca 6-7 € pro Pizza) in der Pizzeria Due Fratelli in Berlin Mitte. Außerdem besuchten wir das Madami, ein vietnamesisches Restaurant, das ich euch nur wärmstens empfehlen kann. Ich habe das vegetarische Pho (darin der bester Tofu, den ich je gegessen habe) probiert und war restlos begeistert. An einem Abend hatten wir Lust auf Burger und so führte uns unser Weg zu Tommi’s Burger Joint, wir orderten beide ein Burger Menü (Burger, Fries und Bier) um ca 11€, mein Veggie-Burger war leider etwas langweilig. Mein neues Lieblingslokal in Berlin ist das israelische Lokal Hummus&Friends, dort werden dem Gast köstliche hausgemachte, vegetarische und koscher zubereitete Hummus-Gerichte geboten und von sehr freundlichen Personal serviert. Ein Besuch lohnt sich für jede/n Hummuslieberhaber/in und C ist durch dieses Lokal zu einem geworden.

other tips: Die App für die Berliner Öffis „Fahrplan Info Berlin“ ist super und kostenfrei. Wenn wir nicht zu Fuß unterwegs waren, benutzen wir das toll ausgebaute Verkehrsnetz Berlins. Wir besorgten uns die Berlin WelcomeCard für 72 Stunden (Kosten pro Person etwa 27€), die als Fahrkarte für die Öffis gilt und mit der mensch bei sehr vielen Attraktionen Vergünstigungen bekommen kann. Die App „Vegan Guide Berlin“ habe ich mir vorab auch kostenfrei auf meinem Handy installiert, diese jedoch nicht verwendet. Berlin ist so oder so ein Eldorado für Food-Liebhaber/innen. ♡

Alles Liebe,

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