Auch wenn die Hitze in Wien wieder ein wenig nachgelassen hat und das Thema Sonnenschutz den meisten schon zum Hals raushängen mag, liegt es uns sehr am Herzen. Man sollte die Sonne niemals unterschätzen und sich deswegen immer brav einschmieren. Wir möchten euch heute einige Sonnencremen im Vergleich vorstellen und euch auch unseren absoluten Favoriten zeigen, auf den wir schon sehr sehr lange vertrauen können.

UV-Strahlung

UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung) ist ein Teil des Sonnenlichts, das auf unsere Erde kommt. Flächen, die von der Sonne beschienen werden, reflektieren oder absorbieren („schlucken“) das Licht, wobei Energie frei wird. Auch die menschliche Haut, by the way das größte Organ unseres Körpers, kann diese Strahlung absorbieren, die Strahlungsenergie kann dabei in der Haut jedoch einige schwerwiegende Schäden anrichten. Um das Eindringen der Strahlung in tiefe Hautschichten zu verhindern, schützt sich unsere Haut selbst durch die natürliche Pigmentierung und die dabei entstehende Bräunung.
Wir unterscheiden langwellige UV-A-, kurzwellige UV-B- und UV-C-Strahlung, wobei erstere die kurz anhaltende Bräunung verursacht. Sie dringt tief in die Haut ein und verursacht eine Neuverteilung des Pigments Melanin (von tieferen Schichten weiter an die Oberfläche). Ist die UV-A-Strahlung zu hoch, verursacht sie trockene Haut und eine Schädigung der elastischen Fasern. Sie ist ebenfalls zum größten Teil für vorzeitige Hautalterung, Faltenbildung, Sonnenallergie und Hautkrebs verantwortlich. UV-B induziert die verzögerte Bräunung, Melanozyten in der Oberhaut werden dazu angeregt neues Melanin zu bilden. Die Haut wird braun und verdickt sich.
Diese Mechanismen dienen der Haut als Abwehrmechanismus gegen die schädliche UV-Bestrahlung und zum eignen Schutz. Diese sogenannte Eigenschutzzeit der Haut ist jene Zeit, nach der die ungeschützte Haut in der Sonne mit einem Sonnenbrand reagiert. Diese hängt stark vom Hauttyp, der Vorbräunung (je mehr Melanin vorhanden ist, desto länger ist diese „natürliche Pufferzeit“) und dem UV-Index ab. In unseren Breitengraden im Sommer haben wir einen UV-Index von etwa 8, am Wasser oder auf den Bergen kann die UV-Strahlung jedoch deutlich größer sein.
Hier haben wir euch aber einen Fragebogen verlinkt, in dem ihr schnell herausfinden könnt zu welchen Hauttyp ihr gehört. Insgesamt gibt es sechs verschiedene. Jeder Hauttyp hat seine eigene Eigenschutzzeit.

Sonnenbrand

Ein Sonnenbrand tritt nach Ablauf der Eigenschutzzeit der Haut auf. Sowohl UV-A, als auch UV-B können einen Sonnenbrand verursachen. Es ist eine Entzündung der Haut und soll dringest vermieden werden. Er schädigt die Haut und erhöht das Risiko für Hautkrebs! Mit Sonnenschutz kann man sich davor schützen.

Vitamin D

Vitamin D ist ein wichtiges Vitamin, das im Körper gebildet wird. Was wir dafür brauchen, ist die Sonne! Bei Sonnenexposition, unter dem maßgeblichen Einfluss von UV-B wird es in der Haut gebildet. Mangelnde Sonnenexposition kann deshalb zu einem Vitamin-D-Mangel führen.

Sonnenschutz & LSF

Sonnenschutz ist das A und O in der Hautkrebsvorsorge. Auch wenn man im Urlaub vielleicht schnell Farbe schinden will, sollte man sich (besonders mit zu heller Haut) nicht nur auf dem Sonnenschutz verlassen, sondern der Haut auch eine Pause gönnen, besonders um die Mittagszeit. Aber nicht vergessen: Auch im Schatten eingecremt bleiben. Wir cremen uns immer schon mindestens eine halbe Stunde vor dem Bad in der Sonne ein, und schmieren auch immer regelmäßig nach. Wir können von Glück sprechen, dass wir keine zu empfindliche Haut haben und unter keiner Sonnenallergie leiden.
Durch „primäre“ Lichtschutzsubstanzen halten Sonnenschutzprodukte die Sonnenstrahlung von der Haut ab, entweder durch Reflexion (chemische Filter; Mikropigmente) oder Absorption (mineralische Filter; UV-Filter). Chemische Filter dringen in die Haut ein, nehmen die energiereiche UV-Strahlung auf und wandeln diese in harmlose Wärmestrahlung um. Mineralische Filter dringen nicht in die Haut ein, sondern reflektieren an der Hautoberfläche das Sonnenlicht. Die Haut wird durch die Inhaltsstoffe abgedeckt und auf diese Weise vor dem Licht geschützt. Die meisten Sonnenschutzmittel enthalten eine eine Kombination aus vielen mineralischen und chemischen Lichtschutzfiltern. „Sekundäre“ Lichtschutzsubstanzen wie Vitamin E, C und Beta-Carotin, fungieren als „Radikalfänger“, ihre Wirkung ist allerdings noch nicht erprobt. Bei Sonnenexposition entstehen in der Haut freie Radikale, die von diesen Substanzen abgefangen und somit unschädlich gemacht werden sollen.
Der Lichtschutzfaktor (LSF) ist ein Maß für die Wirksamkeit der Sonnenschutzmittel. Er verlängert die Eigenschutzzeit der Haut und damit die Zeit bis Auftreten einer Hautrötung/Sonnenbrand. Nimmt man die vom Hauttyp abhängige Eigenschutzzeit und multipliziert diese mit dem LSF, erhält man die Zeit in Minuten, die in der Sonne verbracht werden kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Dies ist allerdings nur eine Einschätzung, der erforderliche LSF hängt von vielerlei Faktoren ab (verschiedene Hersteller, Art der Anwendung, Luftfeuchtigkeit, Windverhältnisse, Aufenthaltsort, Höhenlage, etc.). Der LSF beginnt bei 6 und reicht bis zu dem hohen Faktor von 50+ (mit dem uns unsere Eltern speziell als Kinder eingecremt haben). Was nicht stimmt, ist, dass sich der LSF verdoppelt bzw verlängert wird, wenn man nachcremt.

Ja, man wird auch bei hohem LSF braun!

Langsamer, aber dafür viel schonender für die Haut. Sonnenschutzmittel mit hohem LSF absorbieren sehr viel des UV-Lichts, aber nicht 100%. Dieser kleine Rest regt die Zellen für die Melanin-Produktion an und sorgt für eine langsame, homogene Verteilung und somit zu einer gleichmäßigeren Bräune. Langsameres Bräunen schafft der Haut auch genügend Zeit, um die wichtige Verdickung der obersten Hautschicht (Lichtschwiele) zum Schutz aufzubauen.

Nun möchten wir euch aber endlich ein paar Sonnencremen vorstellen und euch auch unseren absoluten Liebling darunter ans Herz legen.

1. SUNDANCE Sonnencreme LSF 30

Menge: 100 ml
Preis: 2,95 €
Informationen: Schutz vor UVA und UVB, enthält Vitamin E
Fazit: angenehmer Geruch, zieht nicht allzu schnell ein, fettend, klebrige Haut

2. EUCERIN Sensitive Protect Sun Spray Transparent LSF 30

Menge: 200 ml
Preis: 14,98 € (7,49€ pro 100ml)
Informationen: Schutz vor UVA- und UVB-Strahlung, Schutzeffekt bei HEV*-Licht, feuchtigkeitsspendend, wasserresistent, gut geeignet für Hautttypen 2-6 und unreine und zu Akne neigende Haut
Fazit: zieht schnell ein, nicht fettend, nicht klebrig, pflegt die Haut gut, Nachteil teuer

3. NIVEA Sun Pflegende Sonnenmilch LSF 30

Menge: 400 ml
Preis: 16,49 € (4,12€ pro 100ml)
Informationen: sicherer UVA- und UVB-Schutz, feuchtigkeitsspendend, reduziert Risiko auf Sonnenallergien, enthält Parfum
Fazit: angenehmer Geruch, gute Haltbarkeit, pflegt super, zieht mäßig schnell ein, es ist relativ viel Produkt notwendig

4. DAYLONG ultra Lotion LSF 30

Menge: 200 ml
aktueller Preis: 22,12 € (11,06€ pro 100ml)
Informationen: mittlerer Schutz, geeignet für Hautttypen 2-6, sicherer UVA- und UVB-Schutz, wasserresistent, enthält Aloe Vera und Vitamin E, keine Konservierungsstoffe und kein Parfum
Fazit: zieht super schnell und gut ein, hat uns nie einen unangenehmen Sonnenbrand beschert, neutraler Geruch (kein Parfüm), fettet nicht nach, keine klebrige Haut, sehr gute Haltbarkeit, sehr ergiebig

Wir vertrauen schon sehr lange auf die Produkte der Schweizer Marke Daylong. Nachteil ist der in Relation gesehene hohe Preis dieser Sonnenlotion. Doch wir investieren das Geld gerne in eine gesunde und gepflegte Haut, denn wir haben nur die eine! 😉 Den günstigsten Preis dafür, haben wir vor einem Jahr bei shopapotheke.com gefunden. #yas

Unsere quick tips

  • immer nackt den ganzen Körper eincremen (UV-Strahlung dringt auch durch Kleidung/Badebekleidung!)
  • schon zu Hause vor Abfahrt (mindestens aber eine halbe Stunde vor dem Bad in der Sonne) eincremen (damit man gleich bei Ankunft ins Wasser hüpfen kann!)
  • regelmäßig nachcremen (auch nach jedem Wasserabenteuer, 30 Min einwirken lassen)
  • auch bei „wasserfesten“ Produkten nachcremen
  • der Haut zur Mittagszeit unbedingt eine Pause im Schatten gönnen
  • auch im Schatten eincremen
  • auch bei bewölkten Himmel tritt UV-Strahlung durch die Wolken!
  • immer möglichst hohen LSF verwenden
  • Lippen nicht vergessen! (dafür gibt es eigene Lippenprodukte)
  • nach jedem Sonnenbad eine After Sun Lotion oder reichhaltige Feuchtigkeitscreme auftragen (beruhigt und pflegt die Haut, die Bräune hält länger)

Welche Sonnencreme, Lotion, Spray oder Sonnenmilch benutzt ihr denn so?

Alles Liebe,

 

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