Der Terroranschlag erschüttert Wien, Österreich und all unsere demokratischen Werte, unsere Freiheit. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, den Verletzen und allen Angehörigen. Unser Dank gilt allen Einsatzkräften. Unverständnis, Angst, Furcht und Panik können erste Reaktionen sein. Hilflos stehen wir da, was bleibt ist unbegreiflich. Wir haben uns ein paar Gedanken gemacht, um uns gemeinsam entschieden gegen Terror zu richten. Wir geben nicht klein bei.

2020. Bitte lösch dich! In diesem Jahr passiert eine Katastrophe und eine Tragödie nach der anderen. Wir befinden uns zurzeit im zweiten Lockdown. Neben dem unsichtbaren „Feind“ hat sich nun der brutale Terror gestellt. Angst macht sich breit. Alles erscheint so sinnlos. Angst kann nicht nur unseren Geist befallen, sondern kann sich auch auf unseren Körper auswirken. Welche Funktion Angst hat und wie sie sich auf uns auswirkt, möchten wir dir hier kurz zusammenfassen. Alle Quellen belegen wir ganz unten.

Welche Funktion hat Angst?

Angst begleitet uns tagtäglich, oftmals unbewusst. Der renommierte deutsche Angstforscher, Psychiater und Neurologe Borwin Bandelow meint, dass ein Mensch ohne Angst nicht lange lebt. Die Funktionen von Angst sind es uns vor Gefahr zu warnen und Entwicklungen ernst zunehmen.

Wie zeigt sich die Angst in unserem Körper?

Die Angst beginnt im Gehirn und dieses stuft die Lage als lebensgefährlich ein. Von dort aus werden weitere Meldungen durch unseren Körper geschickt. Der Körper stellt sich auf Flucht oder Kampf ein, er ist in Alarmbereitschaft. Dabei können folgende (körperliche) Veränderungen stattfinden: erhöhter Herzschlag, steigender Blutdruck, erhöhte Anspannung in den Muskeln, erhöhter Engergieverbrauch, kalter Schweiß, Nervösität, Unruhe und generelle innere Anspannung.

Vier Tipps im Umgang mit Angst
  1. Erkenne die Angst: Setz dich auf einen Sessel, ein Sofa oder auf deine Matte und schließe die Augen. Hör in dich hinein. Nimm bewusst alle Gefühle wahr, die auftauchen und lass alle zu. Vielleicht willst du auch alles aufschreiben. Mir hilft das auch beim Verarbeiten.
  2. Sprich über die Angst: Tausche dich mit Familie, Freunden, Freundinnen aus oder suche dir professionelle Hilfe. Reden hilft.
  3. Versuche die Angst umzukehren: Lass dich nicht von deiner Angst leiten. Ich kenne diesen Zustand und der macht ohnmächtig und komplett handlungsunfähig.
  4. Atemübungen, Yoga und Meditation: Sich bewusst auf das Aus- und Einatmen zu konzentrieren, beruhigt den Geist und holt dich ins Hier und Jetzt. Entspannt sich dein Geist, tut es auch dein Körper. Wir planen bereits einen ausführlicheren Beitrag (oder Beitragsreihe?) zu Yoga und Meditation
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Was kann ich gegen die ANGST vor Terror machen?

Terror zielt darauf ab Angst und Panik auszulösen. Wir alle können gemeinsam etwas gegen diese Angst ausrichten.

(1) Umgang mit den Medien

Erstens sollten wir uns nur auf SERIÖSEN Quellen informieren und auch das nur in Maßen. Unterlasse das Teilen von Videos, Bildern oder „Hören-und-Sagen-Aussagen“ in den sozialen Medien. Zur Unterstützung der Einsatzkräfte wird gebeten diese Inhalte auf dieser Plattform hochzuladen. Teile die Angst nicht über die soziale Medien oder via Nachrichten.

(2) Zusammenhalt

Hass und Hetze in die eine oder andere Richtung führen nicht weit. Werde laut, wenn du sowas hörst oder liest. Nur gemeinsam schaffen wir es. Sprich über deine Angst. Im Dialog können Ängste abgebaut und Vorurteile erkannt werden. Mit Hass gegen bestimmte Gruppen und groben Verallgemeinerungen wird nur mehr Angst geschürt und der Graben zwischen den Menschen immer tiefer. Und das will Terror.

(3) Lebenstil

Sich einzusperren, nicht den Fuß vor die Tür setzen, in Angst und Schrecken leben. Das will Terror. Ich gehe mit Bedacht und Vorsicht an die Sache. Sicher habe ich Angst und heute werde ich mich hüten raus zu gehen. Aber ich kann doch nicht meinen kompletten Lebensstil verändern. Das solltest du auch nicht.

Wir hoffen ihr seid alle wohlauf. Hier haben wir auch nochmal einige Hotlines für psychischen Support angeschrieben. Aufgrund der derzeitigen Lage haben diese aufgestockt.

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Die Hotlines des psychischen Supports

  • Psychiatrische Soforthilfe für Wien: +43 1 31330
  • Notfallpsychologischer Dienst Österreich: +43 699 188 554 00
  • Rat auf Draht – 24-Stunden-Hotline: 147
  • Corona-Sorgenhotline Wien: 01 4000 53000

Quellen:
https://www.mwv-berlin.de/meldung/!/id/186
https://www.healthtv.de/sendungen/71/Vis_a_vis_das_health_tv_Interview/1366/Prof_Dr_Borwin_Bandelow_ueber_den_richtigen_Umgang_mit_der_Angst.html
https://www.angst-panik-hilfe.de/angst-koerper.html
https://www.woman.at/a/angst-terror-was-tun

Nur das Beste,


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