Meine Lieben, ich starte mit meiner Ghana-Travel-Reihe mit einem Ort, der mich gleich zu Beginn, in der ersten Sekunde, als ich ihn sah, verzaubert hat. Nachdem ihr die Bilder gesehen habt, werdet ihr mir wahrscheinlich zustimmen, dass Cape Three Points die Karibik Ghanas ist.

Akwidaa & Cape Three Points
Akwidaa ist ein kleines Fischerdorf in der Western Region Ghanas und teilt sich in Akwidaa Old Town und Akwidaa New Town. Die Menschen dort sind sehr arm, die meisten leben ohne Strom und fließenden Wasser in ihren Häusern. Die Kinder rufen uns wiederholt „My friend“ hinterher, wollen Fotos mit uns oder unser Trinkwasser. Cape Three Points oder Kap der drei Spitzen markiert den südlichsten Punkt des Landes und liegt zwischen Akwidaa und Prince’s Town. Meeresschildkröten legen in dieser Region jedes Jahr ihre Eier am Strand ab.

how to get there: von Accra (Kaneshi Market) Trotro, Ford oder VIP Bus nach Takoradi, Trotro zu Agona Junction, Trotro nach Akwidaa (270km, ca. 7 Stunden)

where to stay: Wir übernachteten 4 Nächte im süßen kleinen Strandbungalow direkt mit dem Meer vor der Türe im Ezile Bay. Die Unterkunft befindet sich in einer kleinen Bucht, es wirkt absolut paradiesisch. Abgesehen von anderen Stränden in Ghana, ist es dort sauber und die Wellen auch nicht zu hoch. Nachts mit Meeresrauschen einzuschlafen und am Morgen wieder aufzuwachen, ist wunderschön. Da sich sonst auch kaum jemand aufhielt, hatten wir den Strand unter wunderschönen großen Mandelbäumen fast immer vollkommen für uns alleine. Ein paar Studenten/innen haben im billigeren Akwidaa Inn übernachtet und waren auch sehr zufrieden.
Kosten für’s Ezile Bay (über die Homepage): ca. 24€/pro Nacht für einen Strandbungalow mit Bad für 2 Personen

Ansonsten kann ich das Escape Three Points ebenfalls wärmsten empfehlen, denn wir haben einen Spaziergang dorthin gemacht, dort gefrühstückt und waren fasziniert vom Konzept der Ecolodge. Ein super Spot zum Ausspannen mit mehr Angebot, als im Ezile Bay. Außerdem kann man dort zur Saison den Schildkrötenbabies beim Schlüpfen zusehen! ♡

what to do: Wir buchten uns mit einem Guide (man kann in Ghana selten etwas ohne Guide unternehmen) eine Mangroven-Tour und bekamen danach eine kleine Führung durch das Dorf. Als ich die hohen Wellen und die kleinen Holzboote sah, drehte sich bei mir schon der Magen um, als J, A und P über eine Bootstour sprachen. Doch der Guide versicherte mir, wir fahren nur auf einem Fluss, keine Wellen (denn so etwas wie in Thailand will ich nicht noch einmal erleben, haha!). Er versprach uns auch Schatten und Abkühlung durch den Fahrtwind. Schließlich fanden wir uns 2 Stunden lang in der prallen Sonne auf einem Holzboot, kaum ein Lüftchen wehte, der Guide paddelte. Wir zogen unsere Shirts aus und trugen sie als Turban (#sexy) und fieberten (im wahrsten Sinne des Wortes) dem Ende der Tour entgegen. Nicht falsch verstehen: es war wunderschön, aber eine Stunde reicht! Wir unternahmen außerdem eine kleine Wanderung zum Cape Three Points, wo wir im Escape Three Points frühstückten und traurig feststellen mussten, dass heute keine Schildkröten schlüpfen. Schließlich spazierten wir über den Strand, durch ein Dorf, erklommen dort den Leuchtturm und wurden mit einem unbezahlbaren Ausblick belohnt! ♡ Auf dem Weg sahen wir außerdem wie Palmwein gewonnen wurde, Gummibaumplantagen, die Früchte der Ölpalme aus denen Palmöl wird, viele Kokosnuss-Palmen und Bananenbäume, sowie eine junge Black Mamba (die von einem Einheimischen vor unseren Augen getötet wurde). Zurück ging es dann über eine schreckliche Straße in einem Truck auf der Ladefläche, bei dem während der Fahrt die Hinterklappe aufging (die zwei Mädels, die sich hinten anlehnten, hatten wohl ordentlich core trainiert, denn sie plumpsten nicht raus). Außerdem nahmen wir einen Abend eine einstündige Fahrt mit dem Taxi auf uns, über die ärgste Straße die ihr je gesehen habt und fuhren nach Busua. Dort war zu der Zeit Asa Baako Festival und wir besuchten die Jungle Party (es war ganz lustig, aber nicht wirklich zu empfehlen). Wir lernten dort aber einige Einheimische kennen, die Leute dort sind wirklich so offen und freundlich, wir knüpften so einige gute Kontakte. 🙂 Die einstündige Heimfahrt verbrachten wir zusammen gequetscht auf der Rückbank eines Ubers, J & P schliefen im Sitzen ein (wie konntet ihr nur?), nur A & mir wurde – nicht nur wegen dem Zustand der besagte Straße –  zunehmend übel. Aber den Abend war es trotzdem wert!

Palmwein-Gewinnung

Früchte der Ölpalme

Die wunderschöne Natur Ghanas wird nicht nur optisch von Müllbergen zerstört.

where to eat: Das Essen im Ezile Bay war sehr gut und recht reichhaltig, aber (für dortige Verhältnisse) sehr teuer. Deswegen sind wir abends auch öfters ins Dorf gegangen uns haben uns dort für 2,50GHC (ca. 0,50€) Reis mit einem sehr leckeren Bohneneintopf geholt, welchen wir genüsslich mit der Hand aus einem Plastiksackl aßen. Manchmal gab’s auch ein hartgekochtes Ei für 0,20GHC dazu. Obst gab es im Dorf kaum zu kaufen (vielleicht einmal Bananen), verkauft wurde eben nur das, was gerade vorhanden war. Auch das Frühstück im Escape Three Points war sehr lecker, eine frische Kokosnuss gab’s auch dazu.

other tips: Surfen sowie Tauchgänge am Cape Three Points!

Alles Liebe,

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