Kurz nach meinem Geburtstag, im Juni 2016 habe ich (Katharina) mich von einem Tag auf den anderen dazu entschlossen mich vegetarisch zu ernähren. Anstatt mir – wie üblich – Salami oder Schinken auf das Frühstücksbrötchen zu legen, habe ich einfach darauf verzichtet. Ich wollte es nicht essen, ich empfand einen richtigen Ekel, als ich das ganze Fleisch im Kühlschrank liegen sah.

Was will ich mit diesem Beitrag bezwecken? Also zu allererst will ich euch sagen, was ich NICHT bezwecken will.

  • Ich will NICHT PREDIGEN
  • Ich will mich NICHT als SO VIEL BESSER als Fleischesser/innen DARSTELLEN
  • Ich will NICHT KLUGSCHEISSEN

Ich will euch einfach erzählen, warum ich Vegetarierin geworden bin, mit welchen Fragen oder Argumenten ich konfrontiert war oder noch bin und zu guter letzt, worauf ich bei meiner Ernährung besonderen Wert lege.

Ich verzichte in meiner Ernährung ganz auf Fleisch und Fisch, weil ich nicht an deren Tod beteiligt sein will. Ich möchte nicht, dass ein Tier für meinen Genuss sterben muss. Es sind ethische und ökologische Gründe, die mich dazu treiben den Verzehr von Tieren zu verabschieden. Ich bin ein tierlieber Mensch und manchmal überfällt mich ein schlechtes Gewissen, dass ich mich nicht vegan ernähre, denn durch meine vegetarische Ernährung bin ich noch immer an der Ausnutzung von Tieren beteiligt. Milchkühe werden künstlich befruchtet, um mehr und mehr Milch zu produzieren. Nachdem sie regelrecht ausgesaugt wurden, erwartet sie nur noch der Schlachthof. Die Kälber werden ihnen sowieso entzogen, entweder wachsen sie unter schlechten Bedingungen auf, werden selbst als Milchkühe ausgenutzt oder noch im zarten Alter geschlachtet. In der Ei-Industrie sieht es nicht rosiger aus, die männlichen Kücken werden sofort nach dem Schlüpfen getötet, sie bringen keinen Ertrag (weder in der Eiproduktion noch in der Fleischproduktion). Indirekt bin ich also an diesem Leid beteiligt und das lässt mich an meiner Ernährung zweifeln. Bewusst einkaufen lautet die Devise, aber das schlechte Gewissen kommt immer wieder und ich habe Zweifel an meiner Ernährung …

„Was du isst auch keinen Fisch?!“

Nein, ich esse auch keinen Fisch. Pescetarier/innen verzichten auf Fleisch, aber essen Fisch und Meersfrüchte.

„Aber du kannst doch als Einzelperson nichts ändern, die Tiere werden doch so oder so geschlachtet.“

Ich gehe schon davon aus, dass ich etwas verändern kann. Ich kann mein Umfeld beeinflussen, ganz ohne zu predigen und kann so ein Umdenken bewirken. Meine Schwester S hat ihr Essverhalten durch meinen Ernährung hinterfragt und ist nun auch Vegetarierin. Mein Freund C hat seinen Fleischkonsum reduziert und zuhause isst er seltener Fleisch, als früher. Und diese Menschen machen ja weiter ihren Mund auf, können andere Meinungen einfließen lassen und vielleicht auch Veränderungen bewirken. Ja, Tiere werden weiterhin geschlachtet, Umbrüche brauchen ihre Zeit, aber wo die Nachfrage kleiner wird, da schrumpft doch auch der Markt, oder?

„Aber das ist nur eine Phase, oder?“

Wer kann das schon sagen. 

„Dir fehlt das Fleisch, deswegen bist du so oft krank.“

Das ist meine liebste Erklärung für Krank-Sein. Habe ich des öfteren mit beigefügten Kopfschütteln der allwissenden Person, die mir das entgegnet, gehört. In der Grippezeit werden vielleicht auch Fleischesser/innen krank? Das wage ich zumindest einmal zu behaupten. Im März erwartet mich meine jährliche Gesundenuntersuchung bei meiner Ärztin, darüber würde ich auch gerne (vielleicht in einem zweiten Teil) berichten, um zu sehen ob mir wirklich SOOOO viel fehlt.

„Aber wenn du Vegetarierin bist, dann musst du doch auch … beachten!“

Ich führe in letzter Zeit nicht mehr so gerne Unterhaltungen über meine Ernährung, besonders wenn von der Person, mit der ich plaudere, nur Vorwürfe kommen, was ich nicht alles vergesse zu beachten.  / Ich bin Vegetarierin, weil ich auch die Umwelt weniger belasten möchte. „Ja, aber dann darfst du doch gar nicht mehr fliegen?! Und was ist mit Plastik-Müll? Du kaufst doch noch immer in Plastik abgepackte Dinge, oder?“ / Ich versuche bei dem Kauf meiner Kleidung auf Nachhaltigkeit, Qualität, faire Arbeitsbedingungen der Menschen, die meine Kleider produzieren zu achten. „Ja, aber das was du da trägst ist von H&M, oder?“ – Ja, aber das habe ich vor Ewigkeit gekauft, wäre nicht sehr nachhaltig alles auszusortieren. Ist doch noch tragbar. Ich kaufe nur, wenn ich etwas wirklich brauche. „Ja, aber das ist schon irgendwie verlogen.“ / „Was ist mit Make-Up oder Duschgel? Die machen Tierversuche. Da sind dir die Tiere egal?“  Meist meckern die Leute, die von den mir vorgeworfenen Dingen selbst kaum etwas bis gar nichts beachten. Zumindest habe ich diese Erfahrung gemacht.

Bevor ich euch noch etwas ganz cooles vorstellen kann, möchte ich euch ganz kurz zusammen, worauf ich bei meiner Ernährung achte:

Abwechslung
Ich versuche mich relativ abwechslungsreich zu ernähren, da bei zu einseitiger Ernährung viele Nährstoffe wegfallen, die zu einer Unterversorgung führen können. Wenn ich zum Beispiel unterschiedliche Proteinquellen kombiniere, dann kann ich die biologische Wertigkeit zusätzlich verbessern und somit mehr aufnehmen (z.B. Ei mit Erdäpfeln, Ei mit Milch, Ei mit Soja oder Weizen, …)

Vitamin B12
Verzichtet man eben ganz auf Eier, Milch und Milchprodukte, sollte man dieses Vitamin über fermentierte Nahrungsmittel oder Supplemente zuführen. Hier habe ich weniger große Bedenken, trotzdem ist ein regelmäßiger Check wichtig. Im März werde ich es erfahren.

Eisen
Das ist eines der Supplement, die ich während meiner vegetarischen Ernährung zugeführt habe. Aber das ist auch schon wieder mehr als ein Jahr her und wurde mir von meiner Ärztin angeraten, als ich eine Gürtelrose hatte. Pflanzliches Eisen wird einfach nicht so gut vom Körper aufgenommen wie tierisches. Auch hier achte ich auf eine gute Kombination der Lebensmittel, denn durch die zusätzliche Einnahme von Vitamin C kann die Verwertung des Eisens verbessert werden.

Vitamin D
Auch Vitamin D wurde mir in Form von Tropfen verschrieben. Daneben versuche ich Sonne zu tanken, wann immer es für mich möglich ist.

Verstecktes Fleisch
Gelatine ist ein Lebensmittel, das mich so anwidert. Manchmal wird es bei der Produktion von Desserts verwendet. Ich habe aber so süße und liebe Freund/innen, die mir zu liebe AgarAgar verwenden. Es kann aber trotzdem vorkommen, dass ich unwissentlich totes Tier zu mir nehme. Wenn es aber so penetrant heraus zu schmecken ist, kann ich richtig schlechte Laune bekommen und spucke das Essen angewidert aus (für mein Gegenüber nicht so angenehm … Verstehe ich vollkommen, C!). Ich will niemanden böswilliges Verhalten vorwerfen, nur ist es für mich sehr sehr unangenehm geworden totes Fleisch in meinem Mund zu haben.

Nun möchte ich euch – wie angekündigt –  noch auf eine wirklich tolle Sache aufmerksam machen. Und zwar möchte ich euch den WOMAN Campus vorstellen. Ihr fragt euch jetzt bestimmt, wie das im Zusammenhang mit meinem vegetarischen Leben steht, aber bleibt einfach dran und ihr werdet die Antwort erfahren. Der WOMAN Campus wurde durch die Comenius Akademie in Kooperation mit dem Magazin WOMAN ins Leben gerufen. Hier könnt ihr euch ganz flexibel und individuell weiterbilden. Diese Fernlehre hat Sprachen, kaufmännische Ausbildung/Mangementwissen, und Persönlichkeit/Entwicklung in sein Sortiment aufgenommen. Virtuell werden die Lernenden am Online Campus mit den Lernunterlagen versorgt und durch Tutor/innen unterstützt. Und einer der angebotenen Kurse ist „Ernährungscoach“ und jetzt ratet mal wer diese Weiterbildung betreuen darf? ICH – Ja, richtig! Ich freue mich schon sehr auf die bevorstehenden Aufgaben und den Austausch mit den Teilnehmer/innen. Aber nicht nur dieser Kurs ist spannend, klickt euch doch einfach durch das Programm durch und vielleicht ist ja genau das Richtige für euch dabei!

Alles Liebe,

Quellen:
https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/vegetarier
https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/veganismus_1807.htm
https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/124-rtkl-vegetarische-ernaehrung-was-wenn-wir-alle-vegetarier-waeren
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